Impulse für souveräne Führung von innen

Willkommen!

Hier findest du Gedanken zu klarer, ruhiger und wirksamer Führung, ohne dich selbst zu verlieren.
Ich teile praktische Strategien und Erkenntnisse aus meiner Erfahrung als Konzertmeisterin, wie du souverän kommunizierst, deine innere Klarheit stärkst und schwierige Situationen meisterst.

„Führung ist einsam“ – stimmt das wirklich?

Dahinter steckt oft die Vorstellung, dass du Abstand zu deinem Team halten solltest, sobald du Verantwortung übernimmst. Trau deinem Bauchgefühl und vertraue den Menschen, bei denen du dich wohlfühlst! Wie das geht?
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"Sorry, dass ich da bin"... als Führungskraft?

Dein Platz ist genauso wichtig wie der der anderen. Im Alltag auf dem Gehweg genauso wie in deinem Job. Wie du ihn dir nimmst, ohne unhöflich zu sein?
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Souverän handeln trotz körperlicher Stresssignale 

So habe ich es geschafft, mich von meinem knallroten Gesicht nicht mehr aus der Ruhe bringen zu lassen - das kannst du auch!
Wie?
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Wenn du es allen recht machen willst – und dich dabei selbst verlierst  

Wir wollen etwas sagen – und dann verlieren wir Zeit mit Gedanken wie "Wie wirke ich, wenn ich das jetzt sage?" Wie du es schaffst, den Fokus bei dir zu behalten:
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Meine ich wirklich immer alle Männer und alle Frauen? 

Warum ich diese pauschalen Begriffe verwende und was ich wirklich damit meine:
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Warum KI Führung nicht verändert und was das für dich bedeutet

Überall hört man es: Wegen KI müssen wir Führung komplett neu denken!
Ich sage: Das stimmt so nicht.
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Zehn Minuten Redezeit – und wer sie sich wirklich nimmt

Filmdreh mit Musiker:innen: Zeigst du dich schon oder machst du dich noch klein? 

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Frau in Führungsrolle sitzt nachdenklich am Schreibtisch und reflektiert Kommunikation im Arbeitsalltag

Mythos:

"Führung ist einsam"

Warum du als Führungskraft nicht alles allein tragen musst 

Lesedauer: Ca. 5 Minuten

Juni 2026 

„Führung ist einsam“ – stimmt das wirklich?

Dahinter steckt oft die Vorstellung, dass du Abstand zu deinem Team halten solltest, sobald du Verantwortung übernimmst. Weniger mitteilen, weniger nahbar sein. Besonders dann, wenn du gerade den Schritt von der Kollegin zur Vorgesetzten gemacht hast.

Ich denke nicht, dass das stimmt. 

Natürlich gibt es Situationen, die sich einsam anfühlen können: 

🔹 Wenn du Vorgesetzten widersprichst. 
🔹 Wenn du eine Entscheidung treffen musst, die nicht allen gefällt. 
🔹 Oder wenn du eine Idee vertrittst, die zunächst auf Widerstand stößt. 

👉 Daraus folgt aber nicht, dass du alles mit dir selbst ausmachen musst.

Gute Führung braucht Austausch und nicht Isolation 

Gerade in Care- und Creative-Berufen lebt gute Arbeit von Vertrauen, Beziehungen und Kommunikation. 

Warum sollte das plötzlich aufhören, nur weil du eine Führungsrolle übernimmst? 

Mit mehr Verantwortung entstehen oft auch neue Fragen und Unsicherheiten. Umso wertvoller kann es sein, Menschen um dich zu haben, die dir ehrliches Feedback geben und bei denen du Gedanken laut aussprechen kannst. 

Führung bedeutet nicht, dich von anderen abzuschotten. 
👉 Es bedeutet vielmehr, bewusst zu wählen, mit wem du dich austauschst. 

Vertraue deinem Bauchgefühl bei Menschen 

Etwas, das wir im Alltag ganz selbstverständlich tun, vergessen wir in Führungsrollen oft: 

💎 Wir vertrauen unserer Intuition. 

Wenn du jemanden sympathisch findest, wenn du das Gefühl hast, dieser Person vertrauen zu können, dann nimm dieses Gefühl ruhig ernst. 

Wir wissen oft erstaunlich gut, bei welchen Menschen wir uns öffnen können und bei welchen lieber nicht.

Trotzdem halten sich viele Führungskräfte zurück. Vielleicht aus Sorge, zu verletzlich zu wirken oder aus Angst, der anderen Person zuviel anzuvertrauen. 

💡 Doch zwischen unüberlegtem Ausplaudern und ehrlichem Austausch gibt es einen großen Unterschied.

Du musst vielleicht nicht unbedingt über andere lästern oder interne Konflikte ausbreiten.

👉 Aber du darfst natürlich Unsicherheiten zugeben und sagen, dass du etwas noch nicht weißt oder nach Feedback fragen. 

Was ehrliches Feedback verändern kann 

Ich erinnere mich gut an den Beginn meiner Zeit als Konzertmeisterin.
Damals führte ich Teammeetings für meine Geigengruppe ein, was in Orchestern eher unüblich ist.
Ich wollte verstehen, wie meine Kolleg:innen die Zusammenarbeit erleben wird und was die Gruppe braucht.

Allerdings fanden nicht alle die Idee gut. „Das haben wir noch nie gemacht“, „was soll das denn bringen“ hörte ich im Vorfeld und während des Treffens.
Danach schrieb ich ein Protokoll und fragte eine vertraute Kollegin, was sie davon hielt.

Zum Glück!
Denn sie spiegelte mir, dass man meinem Text anmerkte, dass ich eigentlich ziemlich verärgert über die ablehnenden Reaktionen und die mangelnde Mitarbeit war.
✅ Sie hatte recht :)

💎 Durch ihr Feedback konnte ich Abstand gewinnen, die Situation noch einmal mit mehr Klarheit betrachten und den Text überarbeiten.

Ohne ihre Rückmeldung hätte ich die Situation wahrscheinlich eher verschärft als verbessert, obwohl ich das gar nicht wollte. 

Nähe und Führung schließen sich nicht aus 

„Führung ist einsam“ - wer das sagt,  verwechselt meiner Meinung nach klare Führung mit emotionaler Distanz.
Menschen folgen nicht deshalb gerne einer Führungskraft, weil sie unnahbar wirkt.

💎 Sie vertrauen ihr, wenn sie Klarheit ausstrahlt und gleichzeitig menschlich bleibt.
 

✅ Du musst nicht so tun, als hättest du auf alles eine Antwort.
Hol dir Rückmeldungen ein und bitte Menschen um Unterstützung.

💎 Das macht dich nicht schwächer, sondern deine Entscheidungen oft besser. 

Ein kleiner Impuls für die kommende Woche 

Vielleicht gibt es bereits eine Kollegin in deinem Umfeld, bei der dein Bauchgefühl sagt: „Mit dieser Person würde ich gerne einmal offen sprechen.“ 

Dann geh auf sie zu. 
☕ Frag sie, ob sie Zeit für einen Kaffee oder ein gemeinsames Mittagessen hat. 

Und wenn Vertrauen da ist, frage sie, ob sie dir Feedback geben kann: 

🔹 Wie hast du mein Auftreten im letzten Team-Gespräch erlebt?

🔹 Mit meiner letzten E-Mail ans Team habe ich mich schwergetan – wie hat die auf dich gewirkt? 

🔹 Was fällt dir an meiner Kommunikation auf?


Vielleicht kostet es etwas Überwindung.
Aber wahrscheinlich wirst du überrascht sein, wie gerne Menschen ihre Beobachtungen teilen, wenn man sie darum bittet – mit großen Ohren und ehrlichem Interesse.
 

Führung muss nicht einsam sein  

Der Gedanke, alles allein tragen zu müssen, gehört für viele Frauen zu den hartnäckigsten Führungsmythen.
 
Meine Erfahrung ist eine andere:
👉 Sicherheit entsteht nicht dadurch, dass wir niemanden an uns heranlassen.

💎 Sicherheit entsteht, wenn wir unserem Urteilsvermögen vertrauen und auf unser Bauchgefühl hören.

Und wenn wir den Mut haben, ausgewählte Menschen an unseren Gedanken teilhaben zu lassen.
Führung muss nicht einsam sein.

Oft entsteht genau dort innere Stabilität, wo wir klug wählen, mit wem wir uns austauschen - und uns unsere eigene kleine Support-Crew aufbauen!
Und während ich das schreibe, denke ich an meine eigene Support-Crew im Orchester – ich vermisse euch und die Gespräche mit euch! 
 

Du willst weiterlesen und mehr erfahren? 

Wenn dich solche Gedanken rund um Führung, Selbstführung und innere Klarheit beschäftigen, trag dich gerne in meinen Newsletter ein!

Dort teile ich Impulse für empathische Führung, souveräne Kommunikation und ruhige Autorität.
 
🎁 Als Willkommensgeschenk erhältst du außerdem meinen kostenlosen Guide “Souverän ins nächste Meeting”, der dir konkrete Tipps gibt, wenn dich jemand belächelt oder dich unterbricht während du sprichst, dich also nicht 100% in deiner Führungsrolle respektiert. 

✅ Wie du klar und bestimmt handeln kannst und gleichzeitig freundlich und verbindlich bleibst, liest du hier: 

Herzklopfen, Zittern, Unsicherheit – wie du souverän handelst trotz körperlicher Signale

So habe ich es geschafft, mich von meinem knallroten Gesicht nicht mehr aus der Ruhe bringen zu lassen - das kannst du auch!

Lesedauer: Ca. 4 Minuten

Februar 2026

Herzklopfen, Zittern, Unsicherheit – wie du souverän handelst trotz körperlicher Signale

Jede von uns kennt diese körperlichen Reaktionen in Stresssituationen, von der wir uns wünschen, dass sie nie passieren – und dann passiert es doch. Manche bekommen plötzlich schwitzige Hände, andere kämpfen mit flacher Atmung oder Herzklopfen. Bei mir ist es: Rot werden. Und ich meine keinen dezenten Rosé-Glow auf den Wangen, sondern ein richtig knalliges Tomatenrot. Und zwar im Gesicht und am Hals, genau dort, wo ich es nicht haben möchte. 

Besonders in Meetings, wenn mir ein Thema wirklich am Herzen liegt oder ich unbedingt widersprechen oder etwas klarstellen will, spüre ich oft die Hitze in meinem Gesicht. Manchmal in Form von Flecken, manchmal auch ganz komisch nur auf einer Gesichtshälfte. Lange fand ich das furchtbar. Ich wollte meine Reaktion verstecken, habe mich dafür geschämt und dachte: „Oh nein, nicht schon wieder! Hoffentlich merkt es niemand...“ Und ich war vieles in diesen Situationen, aber sicher nicht souverän, so sehr ließ ich mich davon ablenken. 

Dann sind zwei Dinge passiert, die mir geholfen haben, innere Klarheit in Führung zu gewinnen. 

 

1️⃣ Aufmerksamkeit auf die Botschaft lenken 

Ich habe mich gefragt: Was wäre denn eigentlich so schlimm daran, wenn andere sehen, dass ich gerade rot anlaufe? Warum möchte ich das um jeden Preis verstecken, warum ist mir das so peinlich? Und dann: Was würde ich denn selbst denken, wenn jemand anderes errötet? Wahrscheinlich: „Ok, sie wird rot, wahrscheinlich regt sie sich auf, das Thema liegt ihr anscheinend sehr am Herzen.“ Daran kann ich nichts Negatives finden, ganz im Gegenteil. 

Wenn ich diese Perspektive einnehme, schaffe ich es, die körperliche Reaktion wahrzunehmen, zu akzeptieren, dann aber zur Seite zu schieben und mich auf meine Botschaft zu konzentrieren. Souverän führen heißt: nicht perfekt sein zu wollen, sondern meine Energie auf Präsenz statt Perfektion zu richten. 

Wir haben so sehr verinnerlicht, dass wir immer selbstsicher und souverän wirken müssen, und dass jede Regung von Verletzlichkeit oder Unsicherheit uns als Schwäche ausgelegt wird. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall: Wer immer perfekt wirkt, aalglatt auftritt und alles an sich abperlen lässt, wirkt unglaubwürdig, uninteressant und austauschbar. Viele Frauen wollen jetzt eine neue Generation von weiblicher Führung etablieren, die mit besonders wertvollen Stärken führt: Empathisch, klar in der Kommunikation und gleichzeitig mutig, sich selbst zu zeigen. Ich will nicht um jeden Preis meine eigene Agenda durchboxen, sondern präsent, menschlich und eben auch verletzlich sein. Denn ich gehe keine Kompromisse mit meiner eigenen Authentizität ein. Und ich bin fest davon überzeugt, dass das die Führung der Zukunft ist. 

Mit innerer Stabilität, einem klaren Blick und fester Stimme kann ich knallrot sein und trotzdem meine Punkte deutlich vermitteln. Die Menschen nehmen vor allem meine innere Sicherheit wahr und nicht die Farbe meines Gesichts. 

 

2️⃣ Vorbereitung auf unangenehme Situationen 

Ich habe zuhause geübt, indem ich mir kleine Szenarien vorgestellt habe: Jemand könnte mich auf mein Rotwerden ansprechen oder gar darüber lachen. Dann habe ich mir eine Antwort zurechtgelegt: „Meine Gesichtsfarbe tut hier nichts zur Sache.“ 

Indem ich mich aktiv darauf vorbereitet habe, konnte ich mir innere Sicherheit aufbauen. Ich wusste, dass mir diese Antwort im Ernstfall einfallen würde, da ich sie mir immer wieder ins Gedächtnis gerufen habe. Und ich glaube, gerade weil ich gewappnet war, ist diese Situation nie eingetreten. Mein Umfeld hat mir meine Sicherheit angemerkt.
Ich weiß jetzt, dass mein Rotwerden keine Gefahr für meine Präsenz darstellt. Ich kann klar bleiben, meine Stimme einsetzen und die Kontrolle über die Situation behalten, auch mit rot leuchtendem Kopf. 

 

3️⃣ Unterstützung durch Verbündete 

Manchmal habe ich meine Support-Crew, meine kleine Gruppe von Verbündeten im Orchester, gefragt: „War ich wieder so rot im Gesicht?“ Und oft sagten sie: „Nein, ist mir überhaupt nicht aufgefallen.“ 

Es ist wie bei dem weltbekannten "Gorilla-Experiment": In einem 1-minütigen Video soll man genau auf einen Basketballer achten und übersieht dabei tatsächlich einen großen Gorilla, der im Hintergrund übers Spielfeld läuft. Dieses Prinzip können wir uns zunutze machen: Wenn wir uns innerlich so klar darüber sind, was wir bewirken wollen und uns auf unsere Botschaft konzentrieren – denn Führung beginnt innen – dann lenken wir auch die Aufmerksamkeit von anderen auf unsere Botschaft und sie werden unsere kleinen Unsicherheiten kaum bemerken. Selbst wenn sie in Form einer großen leuchtenden Tomate direkt vor ihnen sitzt ;) 

 

4️⃣ Führung beginnt mit Selbstführung 

Alles, was wir im Außen zeigen, spiegelt unsere innere Ordnung wider. Wer seine Emotionen kennt, ruhige Autorität ausstrahlt und Selbstführung übt, schafft es, auch in stressigen Momenten souverän zu führen. 

👉 Ich habe entschieden: Ich definiere mich nicht über meine rote Gesichtsfarbe, sondern über meine Kompetenz!
Und das kannst du auch. 



Wenn du es allen recht machen willst – und dich dabei selbst verlierst 

Wir wollen etwas sagen – und dann verlieren wir Zeit mit Gedanken wie "Wie wirke ich, wenn ich das jetzt sage?" Heute behalte ich den Fokus bei mir und sage, was ich denke. Wie ich das mache? 

Lesedauer: Ca. 6 Minuten

Mai 2026 

Wenn du es allen recht machen willst – und dich dabei selbst verlierst 

Kennst du dieses Gefühl, es allen recht machen zu wollen?
Du willst empathisch sein, bist aufmerksam, liest zwischen den Zeilen und möchtest, dass alles funktioniert und sich alle mitgenommen fühlen. Im Team, in Gesprächen, in Meetings.
Oft bist du die Person, die Spannungen früh spürt, für alle mitdenkt und versucht, Dinge zu glätten, bevor sie überhaupt eskalieren.
Auf den ersten Blick wirkt das natürlich wie eine Stärke. Und das ist es in vielerlei Hinsicht auch. Nicht alle haben so feine Antennen für Stimmungen, Dynamiken und Bedürfnisse.
Doch während du versuchst, alle mitzudenken, verlierst du schleichend den Kontakt zu dir selbst.
Und genau da beginnt das Problem.

Wenn Rücksicht dich von dir selbst entfernt
Du nimmst so viel Rücksicht auf andere, dass du dabei eine Person vergisst: dich selbst.
Vielleicht kennst du das:
Du denkst nach Gesprächen noch lange darüber nach, ob du richtig reagiert hast.
Du erklärst dich nochmal, obwohl eigentlich längst klar war, was du meintest.
Du formulierst vorsichtiger, um bloß niemandem auf die Füße zu treten.
Oder du sitzt im Meeting, willst eigentlich noch etwas sagen – tust es dann aber doch nicht.
Weil der Moment nicht perfekt scheint.
Weil jemand anderes schneller war.
Oder weil du innerlich vor allem damit beschäftigt bist, wie deine Aussage auf andere wirken könnte.
Viele Frauen kennen genau dieses Gefühl von Unsicherheit im Job oder das Gefühl, unsicher im Meeting zu sprechen, obwohl sie fachlich absolut kompetent sind.

Meine eigene Erfahrung damit
Während meiner Zeit als Konzertmeisterin am Theater war ich zu einem Meeting eingeladen. Gemeinsam mit dem Chef, der Leitungsebene und weiteren Kolleg:innen ging es um die Programmplanung der nächsten Spielzeit.
Eigentlich haben meine Kolleg:innen und ich dort streng genommen gar kein Mitspracherecht. Wir wurden eingestellt, um unsere Instrumente zu spielen und nicht, um über Programme mitzuentscheiden.
Und trotzdem war ich eingeladen.
Das Verrückte war:
Ich hatte durchaus etwas zu sagen. Ideen, Perspektiven und auch Einwände, aber innerlich hing ich die ganze Zeit an einem Gedanken fest:
„Ich habe hier doch eigentlich gar nichts zu melden.“
Während andere ganz selbstverständlich ihre Meinung äußerten, war ich vor allem damit beschäftigt zu überlegen:
Darf ich dem Chef widersprechen?
Und wie kommt das jetzt an?
Werde ich dann als zu kritisch wahrgenommen?
Heute würde ich diese Situation völlig anders gestalten.
Ich würde mich bedanken, eingeladen worden zu sein und dann meine Perspektive klar einbringen. Freundlich, und mit Nachdruck.
Und: Ich würde auch widersprechen, wenn ich merke, dass etwas in eine Richtung läuft, die ich nicht sinnvoll finde.
Respektvoll und auf Augenhöhe.

Nicht ernst genommen als Führungskraft? Das steckt oft dahinter
Wenn du das kennst, bist du damit nicht alleine.
Das ist ein Muster, das viele Frauen in Verantwortung kennen:
Hohe Sensibilität für andere Menschen, kombiniert mit dem inneren Anspruch, niemanden irritieren, enttäuschen oder aus dem Gleichgewicht bringen zu wollen.
Dabei wird „führen“ oft mit „für alle da sein“ verwechselt.
Das Problem ist nur:
Du wirst nicht als souveräne Führungskraft wahrgenommen, wenn du dich ständig anpasst.
Präsenz entsteht nicht dadurch, dass alle zufrieden sind.
Viele Frauen erleben irgendwann das Gefühl, als Führungskraft nicht ernst genommen zu werden, obwohl sie fachlich stark sind und Verantwortung tragen.

Souverän auftreten, ohne hart zu werden
Und nein – das bedeutet nicht, jetzt mit ausgefahrenen Ellenbogen durchs Berufsleben zu gehen.
Es geht nicht darum, härter zu werden oder andere zu überrollen.
Es geht darum, die eigenen Bedürfnisse genauso ernst zu nehmen wie die der anderen.
Nicht mehr.
Aber auch nicht weniger.
Zu lernen, wie Grenzen setzen im Job funktionieren kann, ohne hart oder unnahbar zu wirken, ist dabei ein wichtiger Schritt.

Der eigentliche Grund, warum du dich zurückhältst
Je stärker der Wunsch wird, es allen recht zu machen, desto mehr verschiebt sich der Fokus nach außen: Auf Reaktionen, Erwartungen und Stimmungen anderer.
Und desto leichter verlieren wir den Kontakt zu dem, was Führung eigentlich braucht:

♦️ Klarheit im eigenen Denken

♦️ eine stabile innere Haltung

♦️ die Fähigkeit, Entscheidungen aus dieser inneren Stabilität heraus zu treffen


Genau daraus entsteht langfristig klare Kommunikation in Führung.
Viele Frauen erleben hier einen inneren Konflikt:
Sie sind kompetent, reflektiert und engagiert — und gleichzeitig ständig damit beschäftigt, wie sie wirken könnten.
Sie nehmen sich zurück oder formulieren Dinge vorsichtiger, als sie sie eigentlich meinen.
Dadurch leidet oft auch ihre Sichtbarkeit im Job.

Innere Klarheit verändert deine Wirkung
Der entscheidende Hebel liegt nicht darin, noch mehr zu leisten oder noch bessere Kommunikationstechniken zu lernen.
Der Hebel liegt tiefer.
Souveränität beginnt nicht im Sprechen. Sondern mit deiner inneren Haltung.
Innere Klarheit bedeutet: Nicht permanent zu prüfen, wie etwas ankommen könnte, sondern selbst ganz genau zu wissen, was du sagen willst und dabei zu bleiben.
Es bedeutet, deinen Fokus in Gesprächen bei dir zu haben — auch wenn andere laut werden, Druck entsteht oder Dynamiken kippen.
Und es bedeutet, Entscheidungen nicht aus Anpassung heraus zu treffen, sondern aus einer stabilen inneren Position.

Selbstbewusst sprechen lernen beginnt nicht im Außen
Genau hier setzt meine Arbeit an.
Ich arbeite mit Frauen in Führungsrollen daran, den Blick wieder nach innen zu richten: Weg von der ständigen äußeren Abstimmung, hin zu einer klaren inneren Haltung.
Denn erst wenn diese innere Stabilität da ist, kann sie auch nach außen sichtbar werden:

  • Kommunikation wird klarer
  • Grenzen werden ruhiger gesetzt
  • Präsenz wird spürbarer
  • Führung wird authentischer


Ohne lauter werden zu müssen.

Was echte Präsenz wirklich ausmacht
Es geht nicht darum, jemand anderes zu werden.
Sondern darum, das, was längst da ist — Kompetenz, Verantwortung, Empathie — so zu bündeln, dass es sichtbar und wirksam wird.
Wenn du es allen recht machen willst, verlierst du dich leicht in den Erwartungen anderer.
Wenn du beginnst, dich selbst ernst zu nehmen, entsteht Klarheit.
Und aus Klarheit entsteht echte Präsenz.

Führung wird nicht stärker, indem du härter wirst
Sondern indem du innerlich klarer wirst.
Und falls du dich jetzt fragst, wie du diese innere Klarheit auch nach außen ausstrahlen kannst — selbst dann, wenn dein Nervensystem Alarm schlägt, du nervös bist oder schweißnasse Hände bekommst — dann lies gern direkt im nächsten Artikel weiter.
Dort geht es darum, wie du trotz innerer Anspannung und körperlicher Signale souverän wirken und auftreten kannst.

Weichst du anderen auf dem Gehweg aus – oft schon weit vorher und ganz automatisch?

Wir haben schon früh gelernt, uns zurückzunehmen und anderen Platz zu machen: Nicht immer ist das bewusste Höflichkeit, sondern ein angelernter Automatismus, mit dem wir uns selbst kleinmachen. Wie du da leicht  rauskommst, ohne unhöflich zu sein? 

Lesedauer: Ca. 4 Minuten

Juni 2026 

"Sorry, dass ich da bin" - als Führungskraft?! Wie du dieses unbewusste Denkmuster erkennen und dann ablegen kannst 

Wenn du automatisch Platz machst – und das unbewusst in deine Führung übernimmst 

Früher habe ich auf Bürgersteigen automatisch Platz gemacht, weil ich vermeiden wollte, jemandem im Weg zu sein.
Es war ein Impuls, ohne bewusstes Nachdenken, und deshalb habe ich ihn lange überhaupt nicht hinterfragt. 

Erst später wurde mir klar: Dieses gelernte Verhalten ist Ausdruck einer inneren Haltung, die sich auch in anderen Bereichen meines Lebens gezeigt hat.
Gerade in meiner Anfangszeit im Job und insbesondere in meiner ersten Führungsrolle war häufig ein unterschwelliger Gedanke präsent:
„Sorry, dass ich da bin.“
Das war die innere Einstellung, die meine Präsenz und meine Kommunikation geprägt hat und sich auch auf meine Außenwelt übertragen hat. 

 

Warum viele Frauen sich oft unbewusst zurücknehmen 

Irgendwann begann ich, diese Situationen auf dem Gehweg bewusst zu beobachten, und stellte dabei etwas fest:
Die meisten Menschen, die mir ebenfalls frühzeitig ausweichen, sind Frauen.

Dieses automatische sich–zurücknehmen scheint also kein Zufall zu sein, sondern vielmehr ein erlerntes Muster, das tief verankert ist.
Viele Frauen sind darin geübt, anderen Raum zu geben, bevor überhaupt klar ist, ob es notwendig wäre – und genau hier liegt oft eine der unsichtbaren Ursachen für Unsicherheit im Auftreten.


Eine kleine Veränderung im Verhalten und ihre Wirkung 

Heute gehe ich bewusst anders mit den Gehweg-Situationen um: Kommt mir jemand entgegen, dann bleibe ich bei mir, halte meinen Kurs und suche Blickkontakt: Freundlich, und klar. 

Was dann geschieht, ist bemerkenswert unaufgeregt:
Die andere Person weicht mir kurz aus, geht einfach weiter ihren Weg, es passiert überhaupt nichts weiter. Ganz normal. 

Es ist keine große Szene und dennoch macht diese kleine Veränderung einen riesengroßen Unterschied für mich! 
Es verändert, wie ich meine eigene Präsenz lebe. 
Und das überträgt sich auf mein Umfeld – im Alltag und im Beruf. 

Warum es nicht nur um den Gehweg geht 

Denn in Wirklichkeit geht es dabei nicht nur um den Gehweg, sondern um eine grundlegende Frage von Selbstführung und innerer Klarheit:

Gestehst du dir selbst Raum zu, oder wartest du darauf, dass andere ihn dir geben?

Früher bin ich oft ausgewichen, noch bevor überhaupt klar war, ob es nötig gewesen wäre.
Heute bleibe ich innerlich und äußerlich präsenter und nehme meinen Platz ein, ohne mich dafür zu rechtfertigen. 

Dabei geht es nicht darum, dominant oder laut zu werden, sondern darum, souverän aufzutreten und die eigene Position selbstverständlich einzunehmen. 


Souverän auftreten beginnt mit deiner inneren Haltung 

Diese Veränderung hat sich unmittelbar auf meine Art zu führen ausgewirkt.
Ich habe dafür keine neuen Kommunikationstechniken gelernt und auch keine äußeren Strategien angewendet, sondern vor allem meine innere Haltung verändert. 

Mit dieser inneren Klarheit wurde auch meine Kommunikation ruhiger und klarer, meine Präsenz spürbarer und meine Wirkung als Führungskraft stabiler.
Ich war nicht mehr die neue junge Geigerin, die im Orchester halt vorne sitzt, sondern wurde zunehmend und selbstverständlicher als Konzertmeisterin, deren Wort Gewicht hat und der andere vertrauen, anerkannt und respektiert. 

Gerade für Frauen in Führung ist dieser Zusammenhang zentral: 

Innere Stabilität und Selbstführung entscheiden über unsere Souveränität. 

Die größere Bedeutung von alltäglichen Situationen 

Was auf den ersten Blick wie eine unbedeutende Alltagssituation wirkt, kann deshalb ein entscheidender Hebel für persönliche Entwicklung sein.
Denn genau in diesen Momenten zeigt sich, wie wir unbewusst mit Raum, Präsenz und unserer eigenen Position umgehen. 

Veränderung beginnt selten mit großen, sichtbaren Entscheidungen.
Oft entsteht sie in kleinen, alltäglichen Momenten und kann genau dort langfristig die größte Wirkung entfalten. 


Welche Macht wir den Reaktionen Anderer geben 

Manchmal nehmen wir uns zurück und fokussieren uns so sehr auf andere Menschen und deren Reaktionen, dass unser eigenes Ziel in den Hintergrund rückt. Wir sitzen im Meeting und hätten etwas zu sagen, aber wir halten uns zurück – aus Angst, belächelt oder nicht ernst genommen zu werden. Wie verbreitet dieses Muster ist und wie wir wieder hinausfinden, liest du in diesem Blogartikel:
Wenn du es allen recht machen willst – und dich dabei selbst verlierst 

Souveränität als Führungskraft beginnt im Alltag 

Du erkennst solche Muster bei dir selbst wieder und möchtest lernen, souveräner aufzutreten, ohne dich zu verbiegen? Dann hol dir mein kostenloses PDF „Souverän ins nächste Meeting“: Es ist keine langes theoretisches Workbook, sondern ich teile dort meine besten Sofort-Tipps, die du direkt im nächsten Gespräch umsetzen kannst! Klicke hier: 

Situation im Büro: weibliche Führungskraft setzt Grenzen und bleibt dabei souverän und empathisch

Was ich meine, wenn ich von "Männern" und "Frauen" spreche 

Eine Einordnung


Lesedauer: Ca. 3 Minuten

Juni 2026 

Was ich meine, wenn ich von „Männern“ und „Frauen“ spreche

Lesedauer: Ca. 3 Minuten
 

In meinen Texten geht es um Frauen, Führung, Kommunikation und die Erwartungen, die unsere Gesellschaft an Menschen stellt.

Dabei verwende ich immer wieder die Begriffe „Männer“ und „Frauen“.

Menschen sind vielfältig
Ich kenne ganz empathische, zurückhaltende Männer und ich kenne Frauen, die mit großer Selbstverständlichkeit und natürlicher Autorität führen, mutige Entscheidungen treffen und sich ihren Platz nehmen. Die Vielfalt menschlicher Persönlichkeiten lässt sich nicht auf Geschlechter reduzieren!

Trotzdem spreche ich in meinen Texten von „Männern“ und „Frauen“.

👉 Denn mich interessieren die gesellschaftlichen Muster, die unser Denken, Handeln und Zusammenleben prägen.

 

Wenn individuelles Verhalten auf gesellschaftliche Erwartungen trifft  

In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit Führung, Kommunikation und den Erwartungen, die an Menschen gestellt werden. 

Dabei zeigt sich immer wieder, dass identisches Verhalten unterschiedlich bewertet werden kann – je nachdem, von wem es kommt: 

 

🔹 Eine Frau, die klare Grenzen setzt, wird oft anders wahrgenommen als ein Mann, der das tut. 

🔹 Eine Frau, die mehr Gehalt fordert, erhält häufig andere Reaktionen als ein Mann. 

🔹 Und der Weg in Führungspositionen ist für viele Frauen bis heute mit anderen Hürden verbunden als für viele Männer. 

 

Natürlich gilt das nicht in jedem Einzelfall, denn gesellschaftliche Muster beschreiben keine individuellen Menschen.

Sie beschreiben Tendenzen, die so häufig auftreten, dass sie Folgen haben: Für Karrieren, Einkommen, Selbstbilder und Chancen.

Wenn ich also von „Männern“ und „Frauen“ schreibe, meine ich meist diese Strukturen und nicht unbedingt einzelne Personen. 

Es geht um Strukturen, nicht um Schuldfragen  

Mir geht es weder um Pauschalisierungen, noch um Schuldzuweisungen oder Männerbashing.

Mich interessiert, wie wir miteinander leben und arbeiten und welche unausgesprochenen Regeln tief wirken.

👉 Viele Privilegien oder Benachteiligungen werden gar nicht bewusst wahrgenommen, weil sie für die Menschen, die sie erleben, schon lange selbstverständlich erscheinen. 

Gerade deshalb finde ich es so wichtig, sich gegenseitig zuzuhören und Erfahrungen ernst zu nehmen, die sich von den eigenen unterscheiden.

Ein Gedanke zur Vielfalt von Geschlecht

Geschlechter sind vielfältiger ist als die Kategorien Mann und Frau. Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf den Erfahrungen von Frauen in unserer Arbeitswelt und Gesellschaft.

👉 Deshalb stehen diese Perspektiven in meinen Texten im Mittelpunkt, ohne dass andere Geschlechtsidentitäten dadurch unsichtbar werden sollen. 

Warum es wichtig ist, darüber zu sprechen

Viele Frauen spüren im Berufsalltag, dass bestimmte Erwartungen an sie gestellt werden. Sie merken, dass sie sich häufiger erklären, stärker anpassen oder länger an sich zweifeln, obwohl sie kompetent sind.

🔹 Oft hinterlassen diese Erfahrungen ein diffuses Gefühl der Irritation – das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt.

👉 Sie spüren die Ungleichbehandlung, können sie aber nicht sofort benennen.

Ich versuche zu verstehen, warum bestimmte Erfahrungen von Frauen immer wieder gemacht werden. 

Um gesellschaftliche Ungleichheiten bekämpfen zu können, brauchen wir zunächst einmal Worte dafür. 


👉 Die Begriffe „Männer“ und „Frauen“ verwende ich deshalb vor allem als gesellschaftliche Kategorien.

🔷 Sie helfen dabei, Muster sichtbar zu machen und Erfahrungen einzuordnen, die viele Menschen kennen, aber lange nicht benennen konnten. 

👉 Genau deshalb schreibe ich darüber. 

Mehr davon? 

Wenn dich diese Fragen auch interessieren – zu gesellschaftlichen Prägungen, Kommunikation und Führung und wie wir darüber sprechen, dann freue ich mich, wenn du meinen Newsletter abonnierst!

Dort teile ich regelmäßig Gedanken, Beobachtungen und Impulse, die über einzelne Blogartikel hinausgehen.

Ich freu mich, wenn du dabei bist! 
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Warum KI Führung nicht verändert – und was das für dich bedeutet 

Lesedauer: Ca. 3 Minuten

Juli 2026 


Du scrollst durch LinkedIn und siehst es überall: KI stellt alles auf den Kopf. Führung muss komplett neu gedacht werden. Wer jetzt nicht umdenkt, wird abgehängt.


Vielleicht kennst du dieses Gefühl, das dabei entsteht: Das Gefühl, dass der Zug gerade abfährt – und du noch auf dem Bahnsteig stehst. Schon wieder etwas, dem du hinterherkommen musst. Schon wieder das Gefühl, dass das, was du tust, irgendwie nicht mehr reicht.


Ich möchte dir heute etwas sagen, das ich selbst eine Weile beobachtet habe und es jetzt laut sage:

👉 Ich glaube, das stimmt nicht.


Was sich wirklich verändert – und was bleibt

KI ist ein fantastisches Werkzeug, keine Frage! Auch ich arbeite täglich damit und es verändert auf ganz vielen Ebenen, wie wir arbeiten. Routinen fallen weg, Prozesse werden schneller – manche Aufgaben übernimmt ein Tool, das vor einigen Jahren noch niemand kannte. Das ist real, und ich rede das auch gar nicht klein.


Wenn ich mir allerdings anschaue, was meine Kundinnen wirklich beschäftigt, was sie nachts wachhält, was sie in Meetings verunsichert, was sie sich von ihrer Führungsrolle wünschen – dann hat das mit KI wenig zu tun. Es geht darum, gehört zu werden. Darum, klar zu sagen, was man denkt, ohne dass es falsch ankommt. Darum, auch in schwierigen Momenten bei sich zu bleiben.


🔹 Das hat sich nicht verändert. Und das wird sich auch nicht verändern.


Menschen wollen gesehen werden, fair behandelt werden und einer Führungskraft vertrauen können, die weiß, wofür sie steht.
Das wollten sie vor KI so, und das wollen sie mit KI so.
Kein Tool der Welt ersetzt das Bedürfnis danach, wirklich gehört zu werden.

Das Störgefühl, das viele haben – aber nicht aussprechen

Als in meiner Branche plötzlich alle riefen „Führung muss wegen KI neu gedacht werden!”, wollte ich das nicht sofort glauben. Ich habe beobachtet, nachgedacht, zugehört. Und je länger ich hingeschaut habe, desto klarer wurde mir:
Was wir gerade am meisten brauchen, ist nicht neu:


Empathie. Echtes Zuhören. Die Bereitschaft, auch dann präsent zu sein, wenn der Kalender brennt und die nächste Deadline wartet. Das sind die Dinge, die klare und authentische Führung möglich machen – nicht die Fähigkeit, den besten KI-Prompt zu formulieren.


Ich glaube, viele Führungskräfte spüren das innerlich auch. Und trauen sich trotzdem nicht, es zu sagen, weil wir ja gerne offen für Veränderung sein wollen. Weil wir nicht als rückständig gelten wollen.


Dabei ist das vielleicht einfach ein gesunder Instinkt.

Ein Beispiel, an dem sich das besonders gut zeigt

Eine aktuelle Studie* zeigt: Männer und Frauen nutzen KI-Tools unterschiedlich häufig: Es gibt 16 Prozentpunkte Unterschied in der Nutzung zwischen den Geschlechtern. Und sofort war die Sprache in den Schlagzeilen die vom Rückstand der Frauen – sie müssten jetzt unbedingt aufholen, sonst würden sie abgehängt.

* Zur Studie des IAB & Initiative D21

Dabei erzählt diese Zahl allein noch gar nichts darüber, was richtig oder falsch ist. Sie sagt nur, dass Frauen KI bisher zurückhaltender als Männer einsetzen – aus Skepsis, aus einem verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Daten, und vor allem aus den Bewusstsein heraus, dass jede Anfrage extrem viel Wasser und Energie kostet. Vielleicht könnten wir auch mal andersherum formulieren: „Männer nutzen KI um 16 Prozentpunkte häufiger als Frauen“ - anstatt dass wir Männer und ihr Verhalten als Norm setzen und alle darum herum sich anpassen sollten? Zurückhaltendere KI-Nutzung muss nicht unbedingt Rückstand sein.
Ich sehe Verantwortungsbewusstsein und Urteilsvermögen.

Und genau dieses Urteilsvermögen – selbst zu entscheiden, was wirklich für dich zählt, statt etwas zu machen, weil alle es machen oder es dir einreden – ist die Basis für klare Kommunikation in Führung. Selbstbewusst auftreten im Job heißt nicht, überall vorne mitzuschwimmen. Es heißt, die eigenen Maßstäbe zu kennen und danach zu handeln, auch wenn gerade viele in eine andere Richtung laufen.

Was das für dich bedeutet

Genau diese Haltung ist es, um die es hier eigentlich geht: Du musst dich nicht neu erfinden. Du musst keine Weiterbildung zu KI buchen, weil alle anderen das gerade auch tun. Du kannst genau so bleiben, wie du bist – und trotzdem eine außergewöhnlich gute Führungskraft sein.


Was sich lohnt zu stärken, ist das, was kein Tool je übernehmen wird: Deine innere Klarheit. Die Fähigkeit, auch in unruhigen Momenten bei dir zu bleiben, auch wenn Grundsätze plötzlich in Frage gestellt scheinen. Das Wissen, wofür du stehst – und die Ruhe, das auch zu zeigen.


Je mehr sich um uns herum verändert, desto wertvoller wird genau das. Für Frauen in Führung gilt das ganz besonders: 
🔹 Sichtbarkeit im Job entsteht vor allem dadurch, klar zu sein und sich selbst treu zu bleiben.


Wenn du das hier liest und denkst: Ja, genau das spüre ich auch – dann hol dir mein kostenloses PDF „Souverän ins nächste Meeting”. Als erster Schritt zu mehr innerer Klarheit in den Momenten, in denen du dich hinterfragst. 


🔷 Damit du sicher weißt, wofür du stehst, auch wenn es um dich herum laut wird.

Er: Doppelte Zeit, keine Entschuldigung

Sie: Halbe Zeit, doppelte Entschuldigung 


Lesedauer: Ca. 3 Minuten

Juli 2026 

Zehn Minuten Redezeit – und wer sie sich wirklich nimmt 

Filmdreh mit Musiker:innen: 
Zeigst du dich schon oder machst du dich noch klein? 

Kennst du das? Du bist im Meeting, bist an der Reihe, und noch bevor du richtig angefangen hast, sagst du schon: "Ich mach's auch nur ganz kurz." Dabei hattest du dir vorher noch fest vorgenommen, dein Thema in Ruhe vorzutragen. Und dann sitzt du da, hast dich selbst um die Hälfte deiner Zeit gebracht – während der Kollege neben dir sich ausbreitet, wie es ihm gerade passt.

Genau diese Szene hab ich letzte Woche noch mal ganz konkret erlebt – nur nicht im Meeting, sondern bei einem Filmdreh.

Ich war mit ein paar anderen Musiker:innen für ein Promo-Video verabredet. Jede:r von uns durfte kurz das eigene Programm zeigen, die anderen standen als Publikum mit vor der Kamera. Vorher die Ansage: Kein fester Zeitplan, aber bitte alle ungefähr zehn Minuten, denn wir sind viele und die Zeit ist knapp.

Der Erste hat gezeigt, wie das aussieht, wenn man sich diese Ansage einfach nicht zu Herzen nimmt. Mit absoluter Seelenruhe hat er sein Programm durchgezogen – doppelte Zeit gebraucht, keine Miene verzogen. Als jemand vorsichtig anmerkte, das sei aber schon ziemlich lang gewesen, kam nur breit lächelnd: "War doch schön für alle, oder?"

Direkt danach zwei Frauen. Schüchtern auf die Bühne, und der erste Satz war schon eine Entschuldigung: "Ich mach's ganz, ganz kurz." Und sie haben Wort gehalten – kürzer, als es die Ansage überhaupt verlangt hätte.

Niemand hat sie darum gebeten 

Das ist kein Vorwurf. Der Mann hat einfach gemacht, was für ihn selbstverständlich war. Die spannendere Frage ist die nach den beiden Frauen danach: Warum haben sie sich schon entschuldigt, bevor überhaupt jemand etwas verlangt hat? 

Dieses Muster erlebe ich bei meinen Kundinnen ständig: Im Meeting, in der Teamsitzung, im Gespräch mit dem Vorstand. Sie sind fachlich sicher und brilliant vorbereitet. Doch dieser Reflex sitzt oft tief: Sich klein machen im Job, noch bevor überhaupt jemand darum bittet. 

Sich Raum nehmen ist keine Charaktereigenschaft – es ist eine Entscheidung

Der Musiker hat sich seinen Platz genommen, ohne lange zu überlegen. Für ihn war das offenbar keine Frage. Für die beiden Frauen danach schon. Und genau da liegt der Unterschied, um den es beim selbstbewusst sprechen zu lernen wirklich geht:
🔷 Darum, den eigenen Beitrag selbst als genauso wichtig zu behandeln wie den von anderen – ganz ohne große Ansage, ohne laut zu werden und ohne Ellenbogen. 

Das lässt sich üben. Durch eine veränderte innere Haltung: Den eigenen Redeanteil, die eigene Zeit, den eigenen Beitrag als selbstverständlich zu betrachten, statt ihn vorsorglich schon zu verkleinern. 

Was am Ende hängen bleibt – und was nicht 

Und hier kommt der eigentliche Punkt, an dem sich zeigt, warum das keine kleine Unwichtigkeit ist: Jetzt, ein paar Tage nach dem Dreh, weiß ich genau, was der Musiker anbietet, wie er arbeitet, wer er ist. Von den beiden Frauen danach? Ehrlich gesagt kein bleibender Eindruck. Sie waren zu schnell wieder weg, um wirklich in Erinnerung zu bleiben. 

Genauso läuft das im Job. Wer sich in Meetings kurz hält, um niemandem zur Last zu fallen, wird auch nur kurz wahrgenommen. Die Idee war vielleicht genauso gut wie die des Kollegen davor, sie hat aber nicht genug Raum bekommen, um wirklich wahrgenommen und abgespeichert zu werden. 

Das ist der eigentliche Preis vom Kleinmachen: Es kostet nicht nur Redezeit. Es kostet Sichtbarkeit. Es kostet, dass sich Menschen an dich und deine Arbeit erinnern, wenn später Entscheidungen anstehen – eine Beförderung, ein Projekt, eine Empfehlung. 

Dein Startpunkt für diese Woche

Beobachte dich doch mal diese Woche in Meetings und Gesprächen:
Wann entschuldigst du dich für Zeit oder Raum, obwohl niemand danach gefragt hat? Wann sagst du "ganz kurz", obwohl dein Punkt genauso viel Gewicht verdient wie jeder andere? 

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Über die Autorin

Arina Peter ist Kommunikationstrainerin für Frauen, die frisch in Führungsrollen starten, besonders in Care- & Creative-Berufen.
Als ehemalige Konzertmeisterin eines Orchesters weiß sie, wie hochkomplex Teamdynamiken sein können.
Sie begleitet Frauen auf ihrem Weg, wie sie souverän führen, klare Grenzen setzen lernen und dabei sie selbst bleiben.
Dabei legt sie den Fokus auf innere Klarheit in Führung, ruhige Autorität und Präsenz statt Perfektion.